Diesem Segler wurde zum Verhängnis, dass es an seinem Nistplatz Vormieter gegeben hatte und sich hier von Spatzen gebaute Nester befanden. Bestehende Nester werden von Mauerseglern häufig genutzt und mit in der Luft gesammeltem Material ausgebaut. Der Nachteil besteht darin, dass von Spatzen alles ins Nest eingebracht wird, was auch nur ansatzweise als Nistmaterial geeignet erscheint. Im Stroh finden sich heutzutage z.B. auch Plastikfäden, Bindfäden und Nylonfäden, die häufig zur grausamen Todesfalle werden. Denn oft passiert es, dass sich Mauersegler mit den Füßen und Flügeln darin verheddern, sich Gliedmaßen abschnüren und sich im schlimmsten Fall sogar zu Tode strangulieren.
Derart mit beiden Füßen und den Schwungfedern verfangen hatte sich Miramis. Es wurde beobachtet, wie der Segler vor dem Einflug an der Hauswand baumelte. Vom Umweltamt Mainz wurde die Rettung veranlasst. Bei dieser Aktion zog es das komplette Nest hinterher. Die beiden darin befindlichen Eier wurden ebenfalls geborgen und mitsamt dem Segler in die Klinik gebracht.
Miramis hatte sich zwischenzeitlich gut erholt. Zur Behebung des Großgefiederschadens wurden von Klinikleiterin Christiane Haupt vier Federn geschiftet. Die Freilassung erfolgte am 22.06.2013.
In der Klinik wurden die beiden Eier in den Inkubator gelegt und seitdem alle zwei bis drei Stunden bewegt um zu vermeiden, dass der Embryo mit der Schale verklebt. Dank unserer unermüdlich ehrenamtlich tätigen KlinikmitarbeiterInnen, die fast rund um die Uhr im Einsatz sind, können neben den vielen Patienten auch diese beiden Eier optimal versorgt werden. Alle hoffen auf baldigen Nachwuchs!
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- 13.08.2013 15:59
Wir sind dankbar über jede Art von Unterstützung, die wir bekommen können!
Wir nehmen nur Segler an!
Telefonische Anfragen zu anderen Fundvögeln bearbeiten wir nicht.
Wenden Sie sich dafür bitte an: Wildvogelhilfe.org/
Update 08.08.2026:
Die Abgabe von Mauersegler-Notfällen in der Mauerseglerklinik ist täglich zwischen 10 und 20 Uhr möglich, außerhalb dieser Zeiten nur nach Absprache. Sie erreichen uns über die E-Mail-Adresse info@mauersegler.com.
Mauersegler-Findlinge befinden sich nach Abzug der meisten Mauersegler jetzt meist in einem sehr schlechten Zustand und benötigen daher schnellstmögliche Hilfe! - Pfleglinge, die längere Zeit in Menschenhand waren, sowie Vögel mit Gefiederschäden können wir NUR nach vorheriger Anmeldung per E-Mail annehmen. Bitte fügen Sie dieser Anmeldung unbedingt aussagekräftige Fotos bei. Beachten Sie bitte, dass wir ausschließlich Segler aufnehmen können.
Singvögel und andere Vogelarten übernehmen wir definitiv NICHT, wenden Sie sich damit an die Facebookgruppe "Wildvogelhilfe Notfälle NEU".
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Update 12.07.2026:
Ein erster Silberstreif am Horizont: In den letzten 7 Tagen haben wir 106 Mauersegler in die Freiheit entlassen! Wir beginnen deshalb wieder, in begrenztem Umfang Notfälle aufzunehmen. Bitte nehmen Sie jedoch vor jeder Übergabe unbedingt per E-Mail Kontakt mit uns auf (info@mauersegler.com) und nennen Sie dabei alle relevanten Informationen: Fundort und Funddatum, Zustand und Verhalten des Vogels, Gewicht(falls bekannt) sowie eine Telefonnummer für Rückfragen.
Da wir weiterhin fast 400 Segler betreuen, bleiben Neuaufnahmen zunächst auf das Notwendigste beschränkt: Altsegler und verletzte Segler übernehmen wir immer. Fehlernährte Vögel und Patienten mit Großgefiederschäden müssen leider vorerst zurückstehen - für langsitzende Patienten haben wir aktuell noch keine Kapazitäten.
Sobald sich die Lage weiter entspannt, erfahren Sie es hier zuerst.
Vielen Dank für Ihr Verständnis - und für jede Spende, die uns durch diesen Sommer trägt.
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